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Barhuf oder Beschlag?

Barhuf oder Beschlag- wichtige Entscheidungskriterien

Viele Pferdebesitzer sind sich unsicher bei der Entscheidung über die Notwendigkeit eines Hufbeschlages. Die Vor- und Nachteile des Hufbeschlages sind den Meisten bekannt. Doch welche Kriterien lassen die richtige Entscheidung treffen? Eine kleine Richtschnur kann hier helfen.

Im Vordergrund steht auf jeden Fall der Einsatz des Pferdes. Wie lange läuft es, welche Belastung, welcher Boden. Eine wichtige Bedeutung hat die Beschaffenheit des Hufhornes sowie die Stellung der Hufe. Dunkles Hufhorn ist fester als helles. Ein Huf mit optimaler Stellung läuft sich regelmäßiger ab. Ist jedoch das Hornwachstum gut, kann ein unregelmäßiges Ablaufen und eine zunehmende Fehlstellung durch regelmäßiges Korrigieren mit der Raspel verhindert werden.Dabei keine Zehenrichtung nach Schönheit verpassen, sondern so wie die Gelenke gewachsen sind.

Barhufe pflegen

Barhufe sollten nicht nur dem Schmied zur Pflege überlassen werden. Abgeplatzte Trachten sollten sofort, jedoch mit minimalem Aufwand geglättet werden. Dabei ist es wichtig nicht das gesamte Hufhorn aufzurauen. Denn auch die äußere Schicht der Trachtenwände besitzt einen Schutzmechanismus um den Huf vor übermäßigen Witterungseinflüssen zu schützen.

Bemerkt man jedoch ein gehemmtes Schreiten auf Waldwegen oder Straßen sollte dem Pferd ein Beschlag gegönnt werden. Hier schadet das Barhufgehen dem Pferd. Nicht nur die Qualität der Bewegung ist dahin. Es besteht auch die Gefahr einer Huflederhautentzündung durch Überlastung. Häufig reicht es nur die Vorderhufe zu beschlagen.

Arbeit

Arbeitspferde die in der Holzrückung oder vor dem Kremser regelmäßig Dienst tun, kommen nicht ohne einen passenden Hufbeschlag aus. Weiterhin bieten in die Eisen eingearbeitete Vidiastifte deutlichen Halt auf glatten Beton- oder Asphaltstraßen und haben schon oft schweres Ausgleiten verhindern können. Rückepferde werden mit speziellen Stollen ausgestattet die die Trittsicherheit in Schlamm und am Hang erhöhen.

 

Belastung

Bei Reitpferden gibt es große Differenzen im Einsatz und in der Form der Belastung. Grundsätzlich ist der Barhuf dem beschlagenen Huf immer vor zu ziehen, da der Hufmechanismus nicht eingeschränkt ist. Tragenden Stuten sollten vor dem Abfohlen immer die Eisen abgenommen werden um das Fohlen vor versehentlichen Verletzungen zu schützen.

Das richtige Eisen

Die Wahl des Eisens trifft meist der Schmied. In einigen Ställen hat sich die Unsitte verbreitet jedes Pferd mit Rundeisen auszustatten, da dies besser sei. Das ist purer Unsinn. Rundeisen gehören zu den Orthopädischen Beschlägen um den Strahl zu entlasten, z.B. bei einer Hufrehe. Das ist bei einem gesunden Huf kontraproduktiv. Im Allgemeinen ist die traditionelle Hufeisenform auch die Beste. Der Schmied wird je nach Bewegungsablauf vorn und oder seitliche Aufzüge anbringen.

Um auch gut durch den Schnee zu kommen können in den Wintermonaten Gummigrips zwischen Eisen und Horn beim Beschlag mit angebracht werden. Sie verhindern das Aufstollen des Schnees.

Hufett oder Öl

Hufett oder Öl benötigt der Huf nur in Ausnahmefällen in jedem Fall aber nach dem Beschlag. Regelmäßiges Fetten trocknet den Huf eher aus, da der Fettfilm die Aufnahme von Feuchtigkeit verhindert. Pferden welche zu Strahlfäule neigen kann mit regelmäßigem Einpinseln der Sohle und der Strahlfurchen mit Buchenholzteer geholfen werden.

Der Fellwechsel bei Pferden

Fellwechsel bei Pferden

Die Temperaturen gehen im Spätsommer und Herbst zurück, die Tage werden kürzer. Der Pferde-Organismus ist vom Licht gesteuert. Daher bekommen sie nach und nach ihr Winterfell. Je nach Rasse und Klima zeigen Pferde ein dichteres Fell und auch längere Haare. Das neue Haarkleid bietet im Winter besseren Schutz vor Nässe und Kälte.

Der Fell-Wechsel belastet Pferde stark. Das Immunsystem ist in dieser Zeit geschwächt. Von hengstig keine Spur, die Pferde sind schlapp. Das Fell verliert seinen seidigen Glanz. Für den Fellwechsel muss der Organismus neue Zellen produzieren. Um Leistungseinbußen zu vermeiden, brauchen Pferde jetzt ausreichend Nährstoffe. Optimale Ernährung und gutes Futter sind nun besonders wichtig.

Wichtig ist vor allem das Spurenelement Zink. Es ist an der Bildung von Keratin beteiligt, der Hauptbestandteil von Haaren. Das Element sorgt auch für das Wachsen der Haare und Haarwurzeln. Weitere Spurenelemente wie Kupfer und Mangan sind beim Fellwechsel unerlässlich. Magnesium, Schwefel und Silizium tragen ebenso dazu bei. Besonders die Vitamine Folsäure, Biotin und E wirken unterstützend für Haut, Haare und Durchblutung. Essentielle Fettsäuren zeigen positive Auswirkungen auf das Fell. Omega-3-Fettsäuren wirken gegen Entzündungen und stärken das Immunsystem. Da zahlt sich gutes und genügend Futter aus.

 

Impfungen und Wurmkuren sind mit Rücksicht auf den veränderten Stoffwechsel der Pferde abzuwägen. Das verbesserte Durchbluten der Haut und damit Nährstoffversorgung fördert ausgiebiges Massieren und Putzen.

Der richtige Reitersitz

Das Pferd und der Reitersitz

Das Pferd ist ein Steppentier und um diesen gerecht zu werden muß es täglich bewegt werden und ein täglicher Weidegang sollte auch nicht fehlen.Der Fluchtrieb ist bei den Pferden unterschiedlich und so nützt es einem gar nicht ein Pferd zu starfen, was „guckig“ ist oder bei jeder Gelegenheit davonstürmen möchte. Man würde höchstens das Gegenteil erreichen. Der ideale Weg für so ein Pferd ist es dem Reiter zu vertrauen. Möchte man ein Herdentier für sich gewinnen, muss man die Funktion des Leittieres übernehmen. Das soll heißen in jeder Situation sich Respekt zu verschaffen. Hampeln beim Putzen oder quengeln beim Sattel und Trensen ist während des Führens schon abzustellen, weil sonst die Gefahr besteht,die Führungsposition zu verlieren. Klare Kommandos helfen dem Pferd sie besser zu verstehen, wie zum Beispiel „Steh oder Halt“. Um sich beim Reiten dem Pferd verständlich zu machen benutzt man unterschiedliche Hilfen. Die Zügelhilfe ist für das Maul. Sie wirken über das Genick.den Hals und den Rücken bis hin zur Hinterhand.

Den Rücken für die Gewichtshilfen und die seitlichen Rippenbögen für die Schenkelhilfe. Die Stimme kann als Lob eingesetzt werden. Man kann aber auch das Pferd am Hals kraulen um es zu loben. Das Gewicht und die Schenkelhilfe sind beim Reiten am wichtigsten. Diese Hilfen sollen von der Hinterhand über den Rücken,den Hals und das Genick bis zum Maul fließen. Aber all diese Hilfen nutzen nichts wenn der Reiter nicht richtig sitzt.Der Sitz des Reiters sollte ausbalanciert auf beiden Gesäßknochen sein.Man sitzt tief im Sattel und die Beine sind lang und locker. Die Fußspitzen werden unter dem Ballen vom Steigbügel abgefangen. Der Absatz des Reiters ist der tiefste Punkt und die Füße stehen parallel zm Pferd, so das die Wade am Pferdekörper anliegt. Wer so sitzt ist in der Lage das Fußgelenk in der Bewegung des Pferdes abzufedern.Der Oberkörper ist gerade ohne zu verkrampfen und der Kopf wird frei getragen. Die Schulter sind entspannt und ein wenig zurückgenommen. Die Arme sollen eine gerade Verbindung zum Pferdemaul haben. Automatisch bilden Unterarm und Zügel eine Linie.

Eine sinnvolle Art den Sitz richtig zu lernen,wäre einige Stunden an der Longe zu nehmen. Der Longenführer kontroliert die Gangart des Pferdes und den Weg. So kann der Reiter sich voll und ganz auf den Sitz konzentrieren. Nach einigen Stunden an der Longe kann der Reiter dann das Pferd selbständig reiten und einige Lektionen lernen. Diese sollte erst alles im Schritt erfolgen. Bei fortgeschrittenen Reitern kann es duraus auch sinnvoll sein einige Stunden an der Longe zu nehmen,um das richtige Aussitzen im Leichtraben zu erlernen. Es wäre nicht schön,wenn man den Rythmus des Pferdes im Leichtraben nicht finden und immer mit Schwung in den Sattel knallt. Da jedes Pferd ein anderes Gangwerk hat kann der Rythmus auch unterschiedlich sein. Ein Pony zum Beispiel macht kleinere Schritte als ein Warmblut. Deshalb ist es wichtig die unterschiedlichsten Pferde und Rassen zu reiten.

Ein guter Reiter findet sich schnell auf die unterschiedlichsten Pferde zurecht. Zu den einfachen Hilfegebung gibt es auch die Möglichkeit mit Sporen und Gerte noch feinere Hilfen zu geben.Die Schenkelhilfe wird dadurch punktueller und genauer. Feine Hilfen sind als Zuschauer kaum zu erkennen. Für den Betrachter sieht es so aus,als ob der Reiter nur auf dem Pferd sitzt und das Pferd alles alleine macht.Das ist schönes Reiten und jeder Reiter sollte sich diese als Ziel setzten.Niemals sollten Sporen und Gerte als Strafe eingesetzt werden. Sie dienen hauptsächlich dafür,das das Pferd sie noch besser versteht und weiß was sie gerade von ihm erwarten. Mit dieser Erkenntnis wird ihnen das Reiten sehr viel Freude bereiten und ihr Pferd wird es ihnen jeden Tag durch Fleiß und Aufmerksamkeit danken.

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Pferdefutter: Die artgerechte Ernährung

Artgerechte Pferdefütterung

Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein eigenes Pferd anzuschaffen, muss sich zwangsläufig auch mit dem Thema Pferdefütterung auseinandersetzen. Zwar wird die Fütterung häufig übernommen, wenn das Pferd in einem Pensionsstall untergebracht ist, doch sollte man sich auch selber grundlegend mit dem Thema auskennen. Der Hauptanteil des Pferdefutters sollte immer aus Raufutter bestehen, d. h. Heu oder Stroh am besten dreimal täglich in ausreichender Menge.

Der Raufutteranteil ist deshalb so wichtig, weil der Verdauungstrakt des Pferdes auf eine permanente Nahrungsaufnahme ausgelegt ist, bei der Energie aus relativ schwer zugänglichen Nahrungsquellen gewonnen wird. Pferde, die nicht täglich gearbeitet werden, kommen auch durchaus nur mit Raufutter aus, ohne das Kraftfutter zugefüttert werden muss. Gerade die meisten Ponyrassen sind gute Futterverwerter und die Zugabe von Kraftfutter kann ihnen immense gesundheitliche Probleme bereiten.

Steht das Pferd in kontinuirlicher Arbeit, wird täglich Kraftfutter dazugegeben. Dieses kann in Form von Quetschhafer geschehen oder mit speziellen Pferdemüslis, die alle wichtigen Inhaltsstoffe in der notwendigen Zusammensetzung enthalten. Zugefüttert werden können auch Karotten oder Äpfel. Wichtig ist, dass die Futtermenge immer dem individuellen Bedarf des einzelnen Pferdes angepasst wird.

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Zügel günstig selber herstellen

Jeder Reiter ob mit eigenem Pferd, Pflegepferd oder Reitbeteiligung kennt folgendes Problem: Die alten Zügel sind rissig, dreckig oder wurden womöglich schon angebissen und stellen eine Gefahr beim Reiten dar, weil sie jedem Moment abreissen könnten. Das heißt die alten gebrauchten Zügel müssen ersetzt werden.

Wer sich im Reitsporthandel umsieht wird feststellen, dass es Zügel in allen möglichen Größen und Ausführungen gibt. Wer aber spezielle Wünsche hat und nicht zu viel Geld ausgeben will, wird festellen das solche Waren sehr schwer zu finden sind.

In solchen Fällen bleiben nur zwei Möglichkeiten:

– mehr Geld ausgeben

oder

– selber machen

Wer jetzt denkt das wäre schwierig Reitsportartikel selber herzustellen der irrt. Im Handel und Internet sind viel Bücher und Anleitungen zu dem Thema erhältlich. Oft ist auch genau beschrieben wo die benötigten Waren erhältlich sind.

Zum Beispiel können Zügel aus Schnüren selber geflochten oder geknüpft werden. Schnüre, Seile und Leinen sind günstig als Meterware im Segel- und Kletterberdarf erhältlich und können beliebig zugeschnitten werden.

Was sind die Vorteile?

– Individuelle Artikel

– günstig im Einkauf

– eigene Vorlieben werden beachtet

Was ist bei der Herstellung zu beachten?

– Stabillität und Verarbeitung müssen den Belastungen stand halten

– Nur einwandfreie Ware verwenden

– Die Ausgangsware muss den Ansprüchen gerecht werden (z.B. keine billige Paketschnur zu Zügeln verarbeiten)

Was sind die Nachteile?

– je nach eigenem Können zeitintensiv

– Verarbeitung muss sauber und ordentlich sein

Wer es jedoch am Ende der Herstellungszeit für die Zügel geschafft hat wird sich garantiert über die selbst gemachten Zügel an seinem Pferd freuen. Reitkollegen werden die Zügel loben und bewundern.

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Heilmethoden: Wellness für Pferde

In den letzten Jahren hat sich eine Reihe von neuen Methoden etabliert, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden der Vierbeiner fördern sollen. Dazu gehören diverse Massagen, Lymphdrainagen und die Elektrotherapie. Allerdings finden sich unter diesen neuen „Wellness Methoden“ fürs Pferd auch immer wieder „Schwarze Schafe“.

Wie überall gilt: Ein Allheilmittel darf nicht erwartet werden! Ein krankes Pferd wird durch eine Massage nicht von einem Moment auf den anderen fröhlich über die Koppel springen. Wer so etwas verspricht, hat es wohl eher darauf abgesehen, bei seinen Kunden abzukassieren. Wo es allerdings um eine Förderung des Heilungsverlaufs geht, dort können solche Behandlungsmethoden durchaus nützlich sein.

Wichtig ist, jede Massage oder ähnliche Behandlung zuerst mit dem Tierarzt abzusprechen und diesen nicht durch eine solche Maßnahme ersetzen zu wollen! Besonders beliebt unter den Heilbehandlungen ist die Massage, die schließlich auch schon vor Hunderten von Jahren angewendet wurde. Sie kann auf Haut, Muskeln Weichteile oder das Binegewebe wirken. Durch Klopfen, Kneten und Streicheln werden dabei körpereigenen Wirkstoffe freigesetzt und die Durchblutung gefördert.

Eine Massage bedeutet für das Pferd vor allem ein Wohlgefühl und Erholung. Deshalb lassen die meisten Tiere sie auch genussvoll über sich ergehen. Auch die Akupunktur fand in den letzten Jahren immer mehr Liebhaber. Sie kann mit Massagen kombiniert werden und so, wie beim Menschen, den Energiefluss im Körper ins Gleichgewicht bringen.

Eine weitere Technik, die zu den Massagen gehört, ist die Lymphdrainage, die auf Gewebe und Lymphgefäße einwirkt. Besonders bei Schwellungen, angelaufenen Beinen oder Ödemen kann sie weiterhelfen.

Zur Elektrotherapie gehören mehrere Behandlungstechniken. So zum Beispiel die Magnetfeldtherapie, welche durch Schwingungen die Funktionsfähigkeit der Zellen im Pferdekörper reaktiviert und Schadstoffe abtransportiert. Mittlerweile werden auch Magnetfeld-Decken für den Eigenbedarf angeboten. Auch die Reizstrom- und Ultraschalltherapie werden heute recht häufig angewendet.

Der Begriff „Pferdosteopathie“ hielt erst in den letzten Jahren Einzug in den Sprachgebrauch von Reitern. Doch inzwischen werden sogar speziell Osteopathen ausgebildet. Osteopathie hilft bei Bewegungseinschränkungen des Pferdes, löst Gelenkblockierungen und Muskelverspannungen. Auch werden dabei Selbstheilungskräfte angeregt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass alternative Heil- und Wellness-Methoden fürs Pferd sinnvoll sein können – werden diese im richtigen Rahmen und professionell durchgeführt.

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Der richtige Umgang mit Pferden

Probleme im Umgang mit Pferden

Pferde sind von Natur aus sanfte, soziale Wesen. Doch nicht immer gestaltet sich der Umgang mit den großen Tieren unproblematisch. Dies ist oft in Missverständnissen zwischen Menschen und Pferden begründet. In vielen Fällen ist die Dominanzfrage nicht ausreichend geklärt, das Pferd fühlt sich durch den Menschen nicht sicher geführt und übernimmt selbst die Anführerrolle.

Fehlverhalten

Fehlender Respekt führt zu Reaktionen der Angst und der Aggression. So kann es vorkommen, dass sich ein Pferd durch schmerzhafte Bisse gegenüber Artgenossen oder Menschen durchzusetzen versucht. Was in einer Pferdeherde ein ganz normales angemessenes Verhalten ist um eine ranghöhere Position zu erhalten, gestaltet sich im Umgang mit dem Menschen als schmerzhaft und problematisch. Hat ein Pferd sich die Beißerei erst einmal angewöhnt ist es sehr schwierig dieses Verhalten wieder abzustellen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass das Pferd den nötigen Respekt vor dem Menschen wieder findet. Im täglichen Umgang kann die Dominanzfrage immer wieder geklärt werden. So soll das Pferd schnell weichen, wenn der Mensch dies möchte. Übungen am Boden sind hier sehr hilfreich. Hier kann es notwendig sein, dass das Pferd akzeptieren lernt, dass der Mensch als Leittier voraus geht und das Pferd in einem gewissen Abstand folgen darf.

Beißen, Verhaltensauffälligkeiten

Situationen in denen das Pferd beißt, sollten so gut es geht vermieden werden. Unter Umständen muss das Pferd im täglichen Umgang für eine gewisse Zeit einen Maulkorb tragen. Kommt es doch zum Beißen sollte mit scharfen Worten, oder auch mit einem deutlichen Klaps klar gemacht werden, dass dieses Verhalten absolut unerwünscht ist. Beißen ist eine Unart die nur mit Hilfe von viel Geduld und Zeit wieder abgestellt werden kann. Ein Großteil des Fehlverhaltens eines Pferdes begründet sich auch in falscher oder grober Reitweise des Tieres. Eine unsachgemäße Behandlung mit scharfen Kandaren oder Sporen kann zu Schmerzen des Pferdes führen. Hält die falsche Behandlung an, wird das Pferd mit Fehlverhalten im Umgang reagieren.

Haltungsfehler

Auch Haltungsfehler, wie ungenügender Auslauf oder Beschäftigung können unliebsame Mängel wie Koppen und Weben. herbeiführen. Pferde mit hohem Alter haben besondere Ansprüche an Haltung und Umgang. Eine fortschreitende Alterschwäche, und eventuelle Schmerzen in den Gelenken lassen die Senioren häufig launisch werden. Am besten man begegnet einem alten Tier mit viel Geduld und Verständnis und versucht seine Bedürfnisse so zu befriedigen, dass es ohne Schmerzen in ruhiger Umgebung den Lebensabend verbringen kann.

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Reitunterricht: Die erste Reitstunde

Das größte Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde und beginnt meist mit der ersten Reitstunde. Egal in welchem Alter mit dem Unterricht begonnen wird, jeder Anfänger hat ein bisschen ein flaues Gefühl im Magen. Für Kinder bis zu 9 Jahre kann es sinnvoll sein, zunächst mit Voltigieren zu beginnen. Hier wird eine kleine Gruppe von Kindern unterrichtet. Gymnastische Übungen am und auf dem im Kreis laufenden Pferd schulen die Körperkoordination und nehmen die Angst vor dem großen Tier.

Pflege

Am Anfang jeder Reitstunde steht das Kennenlernen des Tieres. Dies geschieht durch das Erlernen und Ausführen der Pflege. Auch das Hufe-auskratzen, Satteln und Auftrensen muss richtig erlernt werden. Ein guter Reitlehrer wird behutsam mit dem Unterricht beginnen. Er weiß, dass auf der einen Seite der nötige Respekt vor den großen Tieren vermittelt werden muss, auf der anderen Seite aber zu große Angst hinderlich und hemmend ist. Diese Balance zu finden ist sicherlich nicht immer einfach. Reiten zu lernen ist eine komplexe Angelegenheit und erfordert einiges an Zeit und Geduld. Es ist besonders wichtig dem Reitlehrer Vertrauen entgegen zu bringen. Besonders ängstliche Reitschüler brauchen den sicheren Rahmen und verlässliche Pferde um einen angstfreien Umgang mit dem Partner Pferd zu erlernen. Reiten erfordert zudem eine gute Körperkoordination und ein gewisses Maß an Kondition. Um lange Freude an der Sportart zu haben ist es wichtig sich schon im Vorfeld verschiedene Reitschulen und Trainingsmethoden anzuschauen. Es spricht nichts dagegen mit verschiedenen Trainern eine Probestunde zu vereinbaren und zu schauen ob der Unterrichtsstil und die angebotenen Pferde passend erscheinen.

Kosten

Die Reitkosten sind unterschiedlich hoch. Auch hier lohnt sich ein Vergleich. Die erste Reitstunde kann durchaus in bequemen, elastischen Hosen und festen Schuhen absolviert werden. Möchte man den Sport jedoch weiterhin ausüben benötigt man eine bestimmte Ausrüstung. Unabdingbar ist hier ein gut sitzender Reithelm, Reithosen mit Lederbesatz und Reitstiefel, die am Anfang ruhig aus Gummi sein dürfen. Später sichern Reitstiefel aus Leder einen guten Sitz. Auch das Anschaffen einer eigenen Gerte kann mit der Zeit notwendig sein. Sie gehört zu den Ausrüstungsgegenständen, welche in vielen Reitställen in eher schlechtem Zustand sind und ihre Funktionalität nicht mehr erfüllen können.

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Warmblut: Ein Pferdetyp zwischen Kaltblut und Vollblut

Derzeit gibt es eine Vielzahl von registrierten Perderassen, die sich anhand von Temperament, Eigenschaften und Körperbau in aktuell 4 Pferdetypen unterteilen: Die Warmblüter, Kaltblüter, das Vollblut und das Pony.

Das Warmblut

Warmblüter sind erstaunliche Tiere. Sie vereinen die Eigenschaften der Kaltblüter und des Vollblut Pferdes. Nicht nur deshalb zählen sie heute zu den schönsten Pferden der Welt, „gepaart“ mit einer unglaublichen Vielseitigkeit. Insbesondere deutsche Warmblüter sind seit Jahrzehnten sehr erfolgreich im Reitsport. Fachleute sprechen hier sogar von einer Dominanz. Warmblüter wie zum Beispiel der Hannoveranner werden als absolute Allrounder bezeichnet. Zudem zeichnet sich der Trakehner als eine der edelsten Rasse unter den Warmblütern aus.

Der Hannoveraner

Der Hannoveraner hat seinen Ursprung in Deutschland wobei sein Hauptzuchtgebiet in Niedersachsen liegt. Hannoveraner werden primär für den Reitsport gezüchtet und vorrangig im Dressur und- Springsport eingesetzt. Er gilt als sehr aufmerksam, gelehrig und zudem temperamentvoll. Neben Dressur, Springen und Vielsseitigkeit eignen sich diese Pferde aufgrund ihrer Anlagen auch ideal als Freizeitpferd. Die häufigsten Färbungen der Hannoveraner sind Braune, Rappen, Füchse und Schimmel. Sie erreichen ein Stockmaß von bis zu 185cm.

Der Holsteiner

Der Holsteiner ist eine unkomplizierte Sportpferderasse die in Schleswig-Holstein gezüchtet wird und zu den deutschen Reitpferden zählt. Das Stockmaß liegt bei bis zu 175cm, Farben sind nahezu alle vertreten. Der Holsteiner gilt mit seinem starken Charakter als ausgeglichen temperamentvoll und als ein Pferd mit idealen und teilewiese überdurchschnittlichen Anlagen für Springen, Dressur und Vielseitigkeit. Sie verfügen in der Regel über ein ausgeprägtes Springvermögen, können allerdings mit ihrem Trab und einem schwungvollen Galopp auch in der Dressur überzeugen.

Niederländisches Warmblut

Wie der name schon sagt, stammt das niederländische Warmblut (KWPN) aus den Niederlanden bzw. Holland. Es handelt sich hierbei um eine noch sehr junge Pferderasse die dem Vollblut sehr ähnlich ist. Aus dieser tritt wohl eines der bekanntesten Sportpferde hervor. Das niederländische Warmblut kann ein Stockmaß von 170cm erreichen und ist mittlerweile auch in ganz Europa und den USA anzutreffen. Sein Einsatzgebiet als Sportpferd erstreckt sich über alle Disziplinen wie Dressur, Springen, leichtes Fahren und Vielseitigkeit.

Der Friese

Die Friesen stammen aus Holland und Deutschland mit dem Zuchtbuch jetzt in Deutschland, den FPZ gehalten. Sie werden leicht launisch wächst zu einer enormen Größe von 17 Händen. Sie werden vor allem für Dressur und Reining verwendet, sind aber manchmal auf dem Springsport Schaltung gesehen. Diese Pferde sind auch für Trick Training verwendet, wobei weit vielseitig und sehr leicht trainierbar. Es gibt verschiedene Merkmale der Friesen. Barock, die hauptsächlich aufrecht, mit einer höheren Wirkung und Gefieder mit einem schwereren Mähne und Schweif ist. Traditionell ist das schwerer und zugig in der Regel für den Antrieb verwendet und Sport Horse, die für alle Arten von Reiten und Fahren verwendet wird. Diese Pferde sind erstaunlich. Sehr vielseitig mit einem sehr ruhigen Temperament für eine solche enorme Pferd.

Schwedisches Warmblut

Die schwedischen Warmblüter stammen aus Schweden, natürlich. Sie wird wachsen, um 16 bis 17 Händen. Das sind für Springen, Dressur und Reining verwendet. Es Färbung ist alles solide, überwiegend Chestnut. Die schwedischen Warmblüter sind eine der jüngsten Warmblutzuchten, so true „Typ“ ist nicht ganz definiert. Hauptsächlich mit festen Bewegungen, mit der Konformation und ihr Temperament ist sehr variabel.

Der Trakehner

Die Trakehner stammen aus Polen und Ost Preussen. Sie neigen dazu, ein wenig mehr Temperament als viele andere Warmblüter. Sie sind für die Dressur eingesetzt, Springen und Vielseitigkeit. Färbung ist hauptsächlich feste mit definierten Eigenschaften schöne Bewegungen mit gutem Schub von hinten. Sie neigen dazu, ein bisschen stur und sogar manchmal schwierig. Zwar gibt es einige sehr schöne Trakheners. Diese Rasse besitzen eine starke Wettbewerbsposition aufgrund Laufwerk vielleicht der großen Menge von Vollblut meisten tragen. Dies ist die einzige Zuchtbuch noch „offen“ in einem Versuch, weiter zu verfeinern und definieren die Trakhener Rasse.

Der Oldenburger

Die Oldenburger stammen aus Deutschland. Sie entsprechen der Größe von 16 bis 17 Hände gewachsen. Diese Pferde sind sehr ruhig und liebenswert. Es Färbung ist solide, aber jede Farbe. Sie werden vor allem für Dressur und Springen eingesetzt. Sie waren die ersten Zuchtbuch mit einem amerikanischen Abteilung. Interessant genug, sind alle amerikanischen Warmbloods durch die ISR genehmigt als Oldenburgs registriert, unabhängig von ihrer tatsächlichen Herkunft.

Neben den hier aufgeführten Warmblütern sind Pferde dieses Typs aus Brandenburg, Mecklenburg, Bayern sowie das Polnische Warmblut ebenso begehrt.

Brauche ich eine Haftpflicht Versicherung für mein Pferd?

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Tierhalter, gerade, wenn sie größere Tiere haben, sollten sich auch im Klaren darüber sein, dass etwas passieren kann. Dazu kommt, dass Tierhalter für die Schäden, die vom Tier angerichtet werden, haftbar gemacht werden. Das ergibt sich aus der Gesetzeslage. Wenn sich nun ein Hund von der Leine losreißt, in ein Auto läuft und einen Unfall verursacht, dann kann das für den Tierhalter sehr teuer werden.

Für diesen Fall gibt es aber eine gute Absicherung, nämlich die so genannte Tierhalterhaftpflichtversicherung. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung beinhaltet dann eine bestimmte Deckungssumme, bis zu der dann die Schadenansprüche Dritter versichert sind.

Für kleinere Tiere ist eine solche Tierhalterhaftpflichtversicherung nicht nötig, denn sie sind meist in der regulären Haftpflichtversicherung mit versichert. Aber, das sollten Sie erst überprüfen.
Aber bei den meisten Tieren sollte man über eine Tierhalterhaftpflichtversicherung unbedingt nachdenken, denn die Folgen, wenn tatsächlich etwas passiert, sind vorher gar nicht absehbar und können bei Personenschaden zum Beispiel in Millionenhöhe gehen.
Genießen Sie weiterhin das Leben mit Ihrem Tier, aber gehen Sie trotzdem auf „Nummer sicher“ mit einer Tierhalterhaftpflichtversicherung.